Das Leben ist ein Spiel

Schon als Kind war ich immer ein bisschen pummeliger als die anderen. Ich kann mich noch sehr gut an eine Kindergartenzeit erinnern. Zuerst war ich in einer Gruppe, in der ich kaum jemanden kannte. Wenn ich mitspielen wollte, bekam ich ständig Sätze wie : "Das Spiel ist nichts für Dicke." zu hören... Aber meine Mutter wollte, trotz Warnungen meiner Brüder, nicht wahrhaben, dass ich immer mehr zu einer fetten unförmigen Qualle wurde. Sie suchte sich permanent Ausreden wie "Babyspeck" oder "das wächst sich noch raus". Für mich war Essen ein totaler Segen, warum weiß ich auch nicht, es muss mir wohl eine innere Befriedigung und eine gewisse Bestätigung gegeben haben. Und so geriet ich in einen Teufelskreis.

Das nächste fatale Erlebnis war meine Einschulung: 54 kg... Wenn man bedenkt was ich heute wiege muss das tatsächlich grauenvoll ausgesehen haben! Aber bei meiner Mutter schrillten immer noch keine Alarmglocken... Erst als sie mir so im 2. und 3. Schuljahr Kleidungsstücke in Größe XL bei Benetton kaufen musste und zeitweise auch in Größe XXL, wurde ihr bewusst, dass ihr kleines süßes Kindchen wohl doch ein bisschen zu fett geraten war. Also versuchte sie mich ein bisschen auf Diät zu setzen... So bekam ich keine Süßigkeiten mehr (die holte ich mir dann bei einer Freundin) und bekam auch weniger Mittagessen, als ich es gewohnt war... Für mich vermutlich eine sehr schwere Zeit, die aber sicher auch mein gestörtes Verhältnis zum Essen erklärt...

Als ich auf eine weiterführende Schule ging, war ich immer noch ein Pummelchen... In der 6. Klasse fing ich an zu rauchen und machte ein bisschen Sport und nahm dadurch ab. Bei einer Größe von 1,72 m hatte ich meist so ein Gewicht von 65 kg. Das änderte sich als ich meinen Ex-Freund kennen lernte, 2005. Ich legte in den Sommerferien rasch zu und war mir dessen gar nicht so bewusst. Irgendwann ging ich auf die Waage und diese zeigte mir 69,9 kg an- 70 kg - ein totaler Schock für mich. Dennoch schob ich das Desaster auf die Waage und störte mich nicht weiter daran. Jedoch merkte ich bald, dass meine Hosen sehr eng saßen und in der Schule wurde schon gelästert, ich hätte zugenommen... So lebte ich eine Weile vor mich hin und obwohl mir alle sagten, wie sehr ich zugenommen hätte ließ ich mir davon nichts sagen. Im März 2006 fing ich endlich eine Diät an. Ich begnügte mich zunächst damit, weniger zu essen, was auch schnell zu Erfolgen führte. Jedoch genügte mir das nicht, ich wollte mehr. Also begann ich Anfang der Sommerferien jeden Tag nur eine Gurke, ein paar Tomaten, einen Apfel und einen Joghurt zu essen und nahm damit drastisch ab. Ende der Sommerferien hatte ich jedoch einen Gewichtsstand von 49 kg und alle machten sich Sorgen um mich... Das führte letzlich dazu, dass ich wieder zu nahm, bis zu einem gewicht von 53 kg und schließlich weiter zunahm, da mir alle Menschen zu sprachen, es sähe besser aus,

Jetzt sitze ich hier mit meinem fetten Körper und meinen 59 kg und möchte nichts lieber als wieder 10 kg abnehmen. Und ich weiß, dass ich es diesmal schaffen werde und ich lasse mir da diesmal von niemandem reinreden.

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